Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie warten hoffentlich ebenso sehnsüchtig auf das neue TOMTE-Album "Heureka" wie meine Wenigkeit. Bis zu dessen Veröffentlichung müssen Sie und ich uns allerdings noch ein wenig gedulden - das (hoffentliche) Meisterwerk erscheint erst am 1. Oktober. Nun endlich ein Vorbote vom neuen Album, ein Lied mit einem markanten Titel wie "Der letzte große Wal" (als wäre der Titel eine Erweiterung des Liedes "Der langsame Tod eines großen Tieres" von Herrenmagazin, schon interessant wie ähnlich traurig beide klingen). Nun, ich muss vorausschicken: es ist nichts wirklich neues, das Ihnen da entgegenschallen wird. Meine Damen und Herren, ich freue mich Ihnen sagen zu dürfen, dass Tomte sich scheinbar treu geblieben sind, den langgezogenen Vokalen Uhlmanns, in die man sich spätestens seit "Wilhelm, das war nichts" verliebt hat.
Uns erwartet bei "Der letzte große Wal" wieder einmal mehr das wunderbar subtil komplizierte Songwriting des Frontmannes. Es lässt auf viel hoffen.
Nun möchte ich Ihnen auch nicht weiter dieses Lied/Video vorenthalten.
Bitte schön, hier klicken.
Mit herzlichsten Grüßen,
A.
Montag, 1. September 2008
Samstag, 30. August 2008
Layout.
Ich bin gerade dabei, unser Layout ein wenig zu überarbeiten (neben dem Vorhaben, Rezensionen zu schreiben, einen Festival- und einen Konzertbericht), also nicht wundern, wenn es erstmal hier aussieht wie auf einer mehr oder minder größeren Baustelle. Nicht, dass es euch auffallen würde, wenn ihr hier nur ab und zu mal hineinschneit ;-)
Die erste "Neuerung" hierbei ist eine Linkliste zu den hier diskutierten Künstlern (unter "Musikakrobaten"). Liste wird dann natürlich stetig erweitert. Zu erwähnen wäre übrigens noch, dass, sollte die Band eine haben, vorrangig die Homepage des Künstlers verlinkt wird, sollte es keine geben, dann erst die MySpace-Seite. Dies gilt der Übersichtlichkeit, auch wenn ihr in unseren Posts meist auch einen MySpace-Link finden werdet.
Die erste "Neuerung" hierbei ist eine Linkliste zu den hier diskutierten Künstlern (unter "Musikakrobaten"). Liste wird dann natürlich stetig erweitert. Zu erwähnen wäre übrigens noch, dass, sollte die Band eine haben, vorrangig die Homepage des Künstlers verlinkt wird, sollte es keine geben, dann erst die MySpace-Seite. Dies gilt der Übersichtlichkeit, auch wenn ihr in unseren Posts meist auch einen MySpace-Link finden werdet.
Montag, 25. August 2008
!
Muss hier auch noch mal gesagt werden:
Rettet das Molotow!
Warum? Weil in diesem Club mit Tradition unter anderem folgende Bands vor einem Publikum von maximal 350 Leuten spielten, oft auch hier ihr erstes Deutschlandkonzert gaben und Hamburg durch diesen Club auf der Liste von vielen Touren steht:
The Wombats
Shitdisco
The Gossip
Jamie T
Blood Red Shoes
Last Days of April
Hot Hot Heat
The Mars Volta
Editors
The Futureheads
Johnossi
Klaxons
Polarkreis18
...
Rettet das Molotow!
Warum? Weil in diesem Club mit Tradition unter anderem folgende Bands vor einem Publikum von maximal 350 Leuten spielten, oft auch hier ihr erstes Deutschlandkonzert gaben und Hamburg durch diesen Club auf der Liste von vielen Touren steht:
The Wombats
Shitdisco
The Gossip
Jamie T
Blood Red Shoes
Last Days of April
Hot Hot Heat
The Mars Volta
Editors
The Futureheads
Johnossi
Klaxons
Polarkreis18
...
Sonntag, 3. August 2008
Nach Hause kommen.

Andrew Bird - Armchair Apocrypha
Ich hatte mal einen Vogel, der hieß Bubi. Und er sah genauso aus wie der Wellensittich auf Andrew Birds Armchair Apocrypha. Nun mag man vielleicht sagen, dass soetwas keinesfalls in eine Plattenkritik gehört, aber ich finde, ein gutes Cover gehört schon dazu. Und wenn man dazu auch noch ein persönliches Verhältnis aufbauen kann, ist das noch ein weiterer Grund, ein Album zu hören. Gut, ich muss dazu sagen, dass ich diesem Album nicht zuerst im CD-Laden begegnet bin, sondern mir von Timm eines der Lieder des Albums geschickt wurde (dafür bin ich heute noch dankbar). Und wie es dann eben läuft - extensives YouTuben (ach, immer dieses Neudeutsch, schrecklich...) und irgendwann dann doch der Gang zum Plattenhändler (bzw der Kette) des Vertrauens, wo einem dann endgültig die ohnehin schon existente Zuneigung zu diesem Album ins Gesicht springt.
Andrew Bird, scheinbar hauptberuflich Multiinstrumentalist, zieht die Hörer in Armchair Apocrypha in eine Welt zwischen Zu Hause, vorbeirasenden Landschaften und dem Menschen auf der anderen Straßenseite. Ironisch bis sarkastisch-zynische Texte, die endlich mal das laut werden lassen, was den immer noch Denkenden dieser Welt seit einiger Zeit (beziehungsweise der medialen Überpräsenz von hirnraubenden Sendern wie CNN und diversen anderen) durch den Kopf spukt. Da ist dieser kleine, aber heftige Seitenhieb für den Otto-Normal-Amerikaner, der nach diesem Album fast dazu gezwungen wird, seine (eigenen) Augen zu öffnen. Aber - wer hätte es gedacht - es ist nicht nur Musik für Amerikaner, sondern für jeden, der sich manchmal fragt, warum man eigentlich das Gefühl hat, dass da noch drei Kilometer Luft zwischen der eigenen und der auf der eigenen liegenden Haut eines anderen Menschen sind: 'what was mistaken for closeness was just a case of mitosis/ why do some show no mercy while others are painfully shy?' Er spricht das Große im Kleinen an und bleibt dabei doch zutiefst persönlich, sodass man beinahe das Gefühl hat, Herr Bird würde einem eben eine dieser Geschichten bei einem Glas Wein (wahlweise einem anderen Getränk) erzählen.
Musikalisch geht Bird im Vergleich zu Weather Systems nicht wirklich neue Wege, das Pizzicato und das herrliche Pfeifen bleibt vorhanden, nur kommt diesmal irgendetwas episches hinzu. Um ehrlich zu sein, können alle vorherigen Alben Armchair Apocrypha nicht das Wasser reichen, denn wird noch nicht mal eines der Songs überdrüssig. Es ist einfach eines dieser in sich schlüssigen Perlen der Musik: was leise in Fiery Crash aufgeweckt wird, wird sanft mit Yawny at the Apocalypse (dieser Titel!) zu Bett gebracht - und dazwischen? Dazwischen liegt ein ganzer Tag, mit seinen lebenswerten Höhen und Tiefen, allen voran mit Melodien, die nicht nur die Füße zum Tippen auf sämtlichen greifbaren Unterlagen bewegen, sondern die das Herz vor lauter Schönheit beinahe zu brechen scheinen.
Vor ein paar Monaten habe ich entdeckt, dass dieses Album nicht nur prädestiniert ist für Dauerrotation, nein, es ist außerdem auch noch der perfekte, wahrlich perfekte, Soundtrack für Zugreisen/Autofahrten jeglicher Art, vor allem, wenn man vorbeiziehende Landschaften genießen kann. Dies bringt mich nun wieder zurück zu Bubi - schnell liebgewonnen, aber nie vergessen: wie dieses Album - was es noch schwerer macht, über es zu schreiben.
Fazit: 10/10.
Anhörtips:
Fiery Crash, Heretics, Imitosis, Yawny at the Apocalypse
Links:
Homepage
MySpace
Freitag, 25. Juli 2008
Sommerohrwurmanwärter 2008/I
Oha, der böse böse Ohrwurm ist gerade dabei, wieder zuzuschlagen, diesmal allerdings in Form von einem ganzen Ohrwurmschwarm. Auch wenn es wahrscheinlich nicht wirklich möglich sein wird, werde ich versuchen, mich ein wenig zu beschränken. Ich werde euch dann irgendwann mal wissen lassen, wer es letztendlich dauer-dauerhaft hin zu meinem Trommelfell geschafft hat.
Black Kids - I'm Not Gonna Teach Your Boyfriend How To Dance With You
Irgendetwas an dieser Band ist komisch. Sie sind aus den USA, könnten aus irgendeiner Stadt in Großbritannien kommen, mit CSS verwandt sein und/oder die Klaxons als Patenonkel haben. Zu viel gute Laune, mit einem etwas bescheuerten Video. Na und? MGMT habens ja auch nicht wirklich so toll hinbekommen mit "Time To Pretend". Aber das steht auf einem anderen Blatt Papier.
Håkan Hellström - Kom igen Lena!
Verrückt auf einem Dach tanzende Schweden heißen eigentlich fast immer gute Laune. Auch wenn dieses Lied 2002 als Single veröffentlicht wurde, so habe ich es erst diesen Sommer per Zufall auf Youtube entdeckt. Sowas passiert eben, wenn man versucht, Schwedisch zu lernen und diese Videoplattform nach Lehrvideos abgrast. Fazit: manchmal lohnt es sich!
Kettcar - Graceland
Ja, ja, ich weiß. Es ist schon seit einiger Zeit draußen. Und ja, ich weiß auch, dass es vielleicht nicht das übertollste Tanzlied ist. Müssen das Sommerohrwürmer denn sein? Keineswegs. Nichts geht über Liedtexte mit Qualität, Witz, Ironie und (ganz wichtig und bitte in Gedanken fett unterstreichen) Sinn.
The Kissaway Trail - Smother + Evil = Hurt
Schon wieder ein etwas älteres Semester: als Single 2007 aus dem Album "The Kissaway Trail" veröffentlicht, ist es eines der (wenigen relativen?) Upbeat-Popstücke dieser wunderbaren Band aus Dänemark.
Lo-Fi Culture Scene - Abstract
Ha! Hier ein richtiger Sommer 2008 Song, vielleicht etwas kurz, aber trotzdem. Und überhaupt! Das Durchschnittsalter dieser Band ist 13.5, gespielt wurde schon vor Bloc Party, Los Campesinos! und Mumm-Ra. Who cares? Animiert zum Tanzen wird man trotzdem.
Santogold - L.E.S. Artistes
Irgendwas hat dieses Lied. Vielleicht ist es die Stimme? Oder das tolle Intro? Das vermag ich nicht wirklich zu sagen - nur so viel: behaltet diese Dame im Auge.
Black Kids - I'm Not Gonna Teach Your Boyfriend How To Dance With You
Irgendetwas an dieser Band ist komisch. Sie sind aus den USA, könnten aus irgendeiner Stadt in Großbritannien kommen, mit CSS verwandt sein und/oder die Klaxons als Patenonkel haben. Zu viel gute Laune, mit einem etwas bescheuerten Video. Na und? MGMT habens ja auch nicht wirklich so toll hinbekommen mit "Time To Pretend". Aber das steht auf einem anderen Blatt Papier.
Håkan Hellström - Kom igen Lena!
Verrückt auf einem Dach tanzende Schweden heißen eigentlich fast immer gute Laune. Auch wenn dieses Lied 2002 als Single veröffentlicht wurde, so habe ich es erst diesen Sommer per Zufall auf Youtube entdeckt. Sowas passiert eben, wenn man versucht, Schwedisch zu lernen und diese Videoplattform nach Lehrvideos abgrast. Fazit: manchmal lohnt es sich!
Kettcar - Graceland
Ja, ja, ich weiß. Es ist schon seit einiger Zeit draußen. Und ja, ich weiß auch, dass es vielleicht nicht das übertollste Tanzlied ist. Müssen das Sommerohrwürmer denn sein? Keineswegs. Nichts geht über Liedtexte mit Qualität, Witz, Ironie und (ganz wichtig und bitte in Gedanken fett unterstreichen) Sinn.
The Kissaway Trail - Smother + Evil = Hurt
Schon wieder ein etwas älteres Semester: als Single 2007 aus dem Album "The Kissaway Trail" veröffentlicht, ist es eines der (wenigen relativen?) Upbeat-Popstücke dieser wunderbaren Band aus Dänemark.
Lo-Fi Culture Scene - Abstract
Ha! Hier ein richtiger Sommer 2008 Song, vielleicht etwas kurz, aber trotzdem. Und überhaupt! Das Durchschnittsalter dieser Band ist 13.5, gespielt wurde schon vor Bloc Party, Los Campesinos! und Mumm-Ra. Who cares? Animiert zum Tanzen wird man trotzdem.
Santogold - L.E.S. Artistes
Irgendwas hat dieses Lied. Vielleicht ist es die Stimme? Oder das tolle Intro? Das vermag ich nicht wirklich zu sagen - nur so viel: behaltet diese Dame im Auge.
Labels:
Anke,
D,
DK,
Serie,
Skandinavien,
UK,
USA,
Zum Anhören
Mittwoch, 23. Juli 2008
Norwegian Wood
Einar Stray ist eines der neuen Indie-Wunderkinder. Wie Ólafur Arnalds aus Island ist der Norweger einer der Post-Rocker, die noch nicht oder gerade mal Anfang 20 sind (Einar ist Jahrgang 1990). Stray nimmt den Zuhörer mit auf Reisen durch den Schnee, an die Küste, durch den Wald, durch menschenleere Städte, hin zur hörbaren Stille und in irgendeine überfüllte Metropole dieser Welt. Fast immer begleitet vom Klavier, entweder mit Falsettstimme oder normaler, fast dahingehauchter Singstimme versteht Stray es, zielgerichtet dorthin zu tauchen, wo andere schon beim Zielen scheitern - ins Herz. Mal verstörend, mal bezaubernd - Einar Stray (dessen Stärke besonders das Instrumentalspiel ist). Legt euch in die Mitte eures Wohnzimmers, atmet tief ein und aus, dreht Herrn Stray auf und fühlt, wir ihr innerlich ruhiger werdet. Klingt wie eine Anleitung zur Meditation, ist es aber nicht.Anhörtips:
Citywalkers, Teppet Faller, Don't Shoot Me Mr. Officerman
Links:
MySpace
Cold Mailman sind da ein wenig anders, trotzdem aber höchst sympathisch. Zuckersüßer Pop auf skandinavische Art und Weise, den man schon fast mögen muss - allerdings taucht hier und da auch ein dunkles Stückchen Pop auf. Keines ihrer Lieder ist ein pures Instrumentalstück, nein, da ist schon wieder eine durchaus angenehme Stimme - halt, da sind zwei, eine Männer- und eine Frauenstimme, die sich so ergänzen, wie man es sich wünscht. Und die Lieder singen, die man bei fast allen Tätigkeiten des Lebens hören kann - beim Autofahren, Bügeln, beim Herumdösen und Essen. Keine Bange, man kann auch "nur" Musik hören. Die Band scheint es noch nicht allzu lange zu geben (englisch- oder deutschsprachige Bandbiographiensind rar), bei ihrer derzeitigen tollen Musik also sollte man Cold Mailman für die Zukunft im Auge behalten.
Anhörtips:
The Great Escape, Last Call To Newcastle, Rude Awakening at Hermit Junction
Links:
MySpace
P.S.: Einar Stray und Cold Mailman sind beim gleichen Label. Link hier.
Labels:
Anke,
Ones To Watch,
Serie,
Skandinavien,
Zum Anhören
Rückwärts nach vorne gehen
Was die schottischen Angsthasen da in die Welt gelassen haben, hat beinahe epische Ausmaße. Leidet der Songtexter an chronischem Herzschmerz? Und/Oder sieht er einfach nur die kleinen Dinge, die manche Menschen (leider) viel zu schnell übersehen? Vielleicht stimmt beides. Geschichten vom Loslassen, dem Neuentdecken einer Liebe und dem täglichen Kampf ums emotionale Überleben bestimmen das Zweitlingswerk der Herren aus Selkirk, einer Stadt in der zugigen Nähe von Glasgow.
Ich glaube, dass einige Lieder auf diesem Album thematisch zu Bloc Party's "A Weekend in the City" gehören. Die Sehnsucht nach Liebe; Sex mit einem Fremden; Annäherungen an sich selbst. Lieder, die eigentlich auf jedes Album gehören, dass das Herz berühren soll. Musikalisch schwebt man hier zwischen (Indie-)Pop/Rock und Folk mit einem Minimalstanteil Post-Rock, mit einer tiefen, manchmal kratzigen Männerstimme, die bekannt und beruhigend klingt und dabei bestimmt nie zu schnulzig. Brilliante Zeilen machen das Album aus, sie und wunderschöne Melodien lassen es nicht als zu gehetzt, dahingerotzt oder (auf der anderen Seite) langweilig erscheinen. Nein, es ist vertraut, neu und doch immer wieder überraschend. Dabei stehen ein paar Lyrics im Raum, die ins Herz stoßen. Zeilen wie "Jesus is just a Spanish boy's name/ How come one man grew to so much fame" (Head Rolls Off), "Is that you making fun of me?/ Coming back for even more/ Exactly the same/ You must be a masochist" (The Modern Leper), "I'm getting hammered/ Forget that you exist/ There's no way I'm forgetting this" (My Backwards Walk) oder "I need human heat" (The Twist). Mit The Midnight Organ Fight ist man ganz nah am Menschen. Bei denen, die sich einsam fühlen (oder auch nicht) und sich schon zu lange danach sehnen, mit Freunden im Wohnzimmer zu sitzen um ihnen zuzuhören, wie sie von ihrem Leben erzählen. Bei denen, die auf Dächern sitzen und die Sonne beim Untergehen beobachten. Bei denen, die im Zug der vorbeirauschenden Landschaft nachtrauern. Und denen, die dieses Album hören.
Fazit: 9.5/10
Anhörtips:
Fast Blood, My Backwards Walk, Head Rolls Off, Keep Yourself Warm
Links:
Homepage
MySpace
Amazon
Wer dieses Album mag, mag vielleicht auch:
Andrew Bird - Armchair Apocrypha
Tegan and Sara - So Jealous
The Twilight Sad - Fourteen Autumns and Fifteen Winters
Ich glaube, dass einige Lieder auf diesem Album thematisch zu Bloc Party's "A Weekend in the City" gehören. Die Sehnsucht nach Liebe; Sex mit einem Fremden; Annäherungen an sich selbst. Lieder, die eigentlich auf jedes Album gehören, dass das Herz berühren soll. Musikalisch schwebt man hier zwischen (Indie-)Pop/Rock und Folk mit einem Minimalstanteil Post-Rock, mit einer tiefen, manchmal kratzigen Männerstimme, die bekannt und beruhigend klingt und dabei bestimmt nie zu schnulzig. Brilliante Zeilen machen das Album aus, sie und wunderschöne Melodien lassen es nicht als zu gehetzt, dahingerotzt oder (auf der anderen Seite) langweilig erscheinen. Nein, es ist vertraut, neu und doch immer wieder überraschend. Dabei stehen ein paar Lyrics im Raum, die ins Herz stoßen. Zeilen wie "Jesus is just a Spanish boy's name/ How come one man grew to so much fame" (Head Rolls Off), "Is that you making fun of me?/ Coming back for even more/ Exactly the same/ You must be a masochist" (The Modern Leper), "I'm getting hammered/ Forget that you exist/ There's no way I'm forgetting this" (My Backwards Walk) oder "I need human heat" (The Twist). Mit The Midnight Organ Fight ist man ganz nah am Menschen. Bei denen, die sich einsam fühlen (oder auch nicht) und sich schon zu lange danach sehnen, mit Freunden im Wohnzimmer zu sitzen um ihnen zuzuhören, wie sie von ihrem Leben erzählen. Bei denen, die auf Dächern sitzen und die Sonne beim Untergehen beobachten. Bei denen, die im Zug der vorbeirauschenden Landschaft nachtrauern. Und denen, die dieses Album hören.
Fazit: 9.5/10
Anhörtips:
Fast Blood, My Backwards Walk, Head Rolls Off, Keep Yourself Warm
Links:
Homepage
MySpace
Amazon
Wer dieses Album mag, mag vielleicht auch:
Andrew Bird - Armchair Apocrypha
Tegan and Sara - So Jealous
The Twilight Sad - Fourteen Autumns and Fifteen Winters
Abonnieren
Posts (Atom)
